Ich male,

weil ich sonst wahrscheinlich wahnsinnig werden würde. Solange ich mich erinnern kann, fühlte ich mich seltsam fremd hier auf diesem Planeten, auf welchem immer noch Kriege und Grausamkeit existieren. Wenn ich aber Kunst mache, verbinde ich mich dem, was außerdem Wirklichkeit ist: Mit der alltäglichen Magie und den feinen energetischen Feldern die in und um allem sind. Dort fühle ich mich Zuhause. Es ist unglaublich schön dort. Keine noch so kleine Kleinigkeit ist unwichtig in dieser Welt. Sie ist wie ein Spielplatz der Bedeutsamkeit. Meine Bilder kommen von diesem Ort. Ich wünsche mir, ihn dir zu zeigen.

In der Kürze

eines Augenblicks erscheinen Figuren und Formen vor meinem inneren Auge, denen ich nachforsche. Ich fertige immer präzisere Zeichnungen von ihnen an oder bewahre den ersten Eindruck in meinem Geist auf.

An der Leinwand arbeite ich völlig spontan, um offen zu sein, für neue Entdeckungen.

Meine Bilder und ich arbeiten Hand in Hand. Es gibt Zeiten in denen ich ihnen folge und es gibt Raum für mich zum Spielen. Ich schöpfe aus dem Moment, finde für jede Stelle die Farbe, die sich richtig anfühlt und lasse mich von der Botschaft überraschen.

Ich fühle meine Bilder.

Der Akt, etwas scheinbar aus dem Nichts zu erschaffen, ist für mich beim Malen am Eindrucksvollsten. Die Magie dessen ist fundamental und ich erfreue mich wie ein Kind an meiner Freiheit.

Kunst zu machen lehrt mich authentisch zu sein.

1977

wurde ich in der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) geboren, einem Land, das nicht mehr existiert.

Ich konnte schon immer sehr gut tagträumen und habe am Liebsten gebastelt und gemalt. Mein Leben war lange Zeit geprägt von großen Wünschen und großen Zweifeln. Immer wieder, habe ich nach dem Plan B gesucht, bis ich mich endlich entschloss, den Berg aus vielen Aufgaben zu besteigen. Es hat so viele Jahre, destruktive Beziehungen, in den Spiegel sehen, in das Dunkel sehen, Lehrer in den unterschiedlichsten Gestalten und meinen sturen Willen gebraucht.

Ich fühle mein kindliches Herz. Ich vertraue mir. Ich erlaube mir zu spielen und ich bin hier, um etwas Schönes und Wichtiges in diese Welt zu bringen.

Das bin ich